WARTEN – Szenen aus der Zwischenwelt
Unsere Welt zerbricht. Everything is being cancelled: Gletscher und Gewissheit. Der Engel der Geschichte. Die Mitte zwischen rechts und links. Graustufen. Farben. Oder doch: eine rosige Zukunft. Als würden wir am Bahnhof stehen, alle Züge fallen aus. Doch dann gerät so einiges in Bewegung. Warten ist Leben. Auf der Tonhöhe von „Spiel mir das Lied vom Tod“ bewegen sich Uhren und Pendel, kleine Flammen entzünden sich, verursachen große Gedankenblitze und setzen Bewegung frei. Die Berliner Performance-Künstlerin Maren Strack zeigt in ihrem neuen Stück vier verschiedene Warte-Zustände. Stilles Warten schlägt in choreographierte Explosionen um. Zarte Klangbilder begegnen schleifend metallischer Schärfe. Warten nervt, es reizt bis zur Wut. Je höher die Geschwindigkeit steigt, desto mehr wird das Innehalten zu einem Akt des Widerstands. Vielleicht sogar zum rettenden Strohhalm: Zweckfreie Zeit ohne Bedeutung, in der sich die Realität als Einbildung, der Boden als Rock, die Gegenwart als Erinnerung entpuppt. Dimensionen öffnen und schließen sich, der Reißverschluss wird zum Grenzgang, der das Leben zusammenhält. Maren Strack erschafft ein choreographiertes, akustisch-kinetisches Readymade, das Sehgewohnheiten demontiert, regelrecht "entkoffert". Leben ist Warten, im besten Fall befreite Zeit. Mitwirkende: Performance: Maren StrackKünstlerische Leitung: Johan LorbeerTonregie, Komposition: Kerstin LückerBühnenbild: Peter FriedrichCo-Kostüm: Molly RaakLichtdesign: Fabian BleischProduktionsdramaturgie: Mario StumpfeFotografie: Uwe Arens WARTEN – Szenen aus der Zwischenwelt Vorstellungen in Berlin und Potsdam Berlin – Dock 11Datum: Donnerstag, 27. Februar | Freitag, 28. Februar | Samstag, 1. März 2025Uhrzeit: 19:30 UhrAdresse: Dock 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin Potsdam – Fabrik PotsdamDatum: Freitag, 21. März | Samstag, 22. März 2025Uhrzeit: 19:30 UhrAdresse: Fabrik Potsdam, Schiffbauergasse 10, 14467 Potsdam Dock 11
Kastanienallee 79, 10435 Berlin