Kapitel 3: Representation & Absence.
Kapitel 3: Representation & Absence Vernissage: 07. Februar 2020 ab 19:00 Uhr Der abschließende Teil der Ausstellung deckt unterschiedliche politische Motivationen auf, die die Herausgabe von Karten Berlins im Laufe der Zeit geprägt haben. Viele der kartografischen Beispiele gehen über eine Reduktion und Vereinfachung der Stadtdarstellung hinaus und weisen redaktionelle Ungenauigkeiten, absichtliche Falschangaben, künstlerische Übertreibungen und sogar fantastische Darstellungen auf! Neben bewussten und unbewussten Auslassungen spielen in diesem Teil der Ausstellung auch bestimmte demografische Merkmale eine Rolle, die beim Entstehungsprozess der Karten außen vor gelassen wurden. Mit Kunstwerken von Birgit Szepanski und Hadas Tapouchi. In der gezeigten Arbeit von Dr. Birgit Szepanski wird auf einen Teppich aus gefundenen Kleidungsstücken ein Video mit Archivbildern von “Hausierern und Lumpensammlern” projiziert. Die Künstlerin lebt in Berlin. Hier setzt sie sich insbesondere mit dem urbanem Raum, sowie dem Erzählen und Erinnern auseinander. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die 1981 in Israel geborene und an der Hamidrasha- Kunsthochschule ausgebildeten Künstlerin Hadas Tapouchi. Ihre zwei Videos reflektieren das Verhältnis von Körper und sozial konstruiertem Raum anhand von zwei Performances, die auf einer öffentlichen Straße und im Gericht gefilmt werden. About: Unter dem Titel Navigating Berlin. Perspektives On Cartography zeigt das CLB Berlin im Aufbau Haus am Moritzplatz eine sowohl künstlerisch wie kulturwissenschaftlich spannend angelegte Ausstellungsreihe rund um den Berliner Stadtplan in drei Kapiteln vom 30.11.2019 – 01.03.2020. In der Ausstellungsreihe Navigating Berlin. Perspektives On Cartography erwartet die Besucher*innen eine bislang noch nie öffentlich gezeigte Privatsammlung von Michael Müller mit historischen Karten und Plänen der Stadt Berlin, die vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen. Pro Ausstellungskapitel werden eine Auswahl von über 90 Stadtplänen, Büchern und Fotografien aus dieser Kollektion gezeigt. Dabei liegt der Fokus jeweils auf einem anderen Aspekt der kartografischen Darstellung, sodass sich der Blick auf dieselbe Stadt immer wieder verändert – und zwar sowohl unter historischen als auch thematischen Gesichtspunkten. Darüber hinaus präsentieren zeitgenössische Künstler*innen neue Werke. Diese greifen einzelne Themen der Ausstellung auf und schaffen durch Kommentierung, Perspektivwechsel und Ergänzung einen gegenwartsbezogenen Dialog mit dem Archiv.
Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin-Kreuzberg