Monika von Boch (1915-93) gehört zu den wichtigen Fotokünstler*innen der Nachkriegszeit, die im Rückgriff auf das „Neue

13. Januar 2023 – 11. März 2023 · Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum, Kreuzberg · Ausstellung

Monika von Boch (1915-93) gehört zu den wichtigen Fotokünstler*innen der Nachkriegszeit, die im Rückgriff auf das „Neue

Seit Ende der 1950er Jahre beschäftigte sich Monika von Boch zunehmend mit einer Reduzierung der Mittel ihrer Fotografie. Sie experimentierte mit den Möglichkeiten einer „Fotografie ohne Kamera“: Sie setzte Manipulationen der chemischen Entwicklung ein, um Tonwerte zu verändern oder umzukehren, nutzte die Sandwich-Montage von zwei Negativen, um zu neuen Strukturen zu gelangen. In ihren Pflanzenfotogrammen transformierte sie Licht in abstrakte Kompositionen: Die Belichtung verwandelt die direkt auf das Fotopapier gelegten Pflanzenelemente im Kontaktverfahren in abstrakte Strukturen. In dieser Zeit beginnt auch die Arbeit an ihrer großangelegten „Weißblech-Serie“. Ausgangspunkt ist die Aufnahme eines Blechstapels in der Dillinger Hütte. Aus der strengen Abfolge horizontaler Linien entstehen in immer weiter verfremdenden Schritten – Montage zweier Negative, immense Vergrößerungen, Tonwertumkehrungen – schließlich ungegenständliche, organisch anmutende Formen. Der gestalterische Eingriff der Künstlerin macht auch hier eine Ordnung sichtbar: die organische, die in der technischen enthalten ist.

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Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum, Kreuzberg