GNYP Gallery hat das große Vergnügen, die erste Soloausstellung des iranischen Künstlers Habib Farajabadi (*1982) ankünd

19. Januar 2018 – 14. April 2018 · GNYP Gallery, Charlottenburg · Ausstellung

Während des Malprozesses lässt sich Farajabadi von einer Kombination aus bewussten und unfreiwilligen Handlungen leiten. Durch seine Offenheit für das Unbekannte vertraut Farajabadi auf eine sporadisch und unerwartet aufkommende Bedeutung, anstatt systematisch nach ihr zu suchen. Farajabadis Bilder entstehen aus einer reichen Unbewusstheit, die durch ihre Universalität eine gewisse Zeitlosigkeit trägt. Er glaubt, dass es einige Dinge im Leben gibt, die über die Grenzen der Zeit hinaus existieren. Gleichzeitig reflektieren seine Arbeiten die Außenwelt, wenn diese auch im Sinne Schopenhauers, also die Welt als Repräsentation und nicht als Gegebenheit, verstanden werden muss. Die in der Ausstellung Mono Extreme präsentierten Bilder lassen sich in zwei Kategorien einteilen. In der ersten Kategorie werden die Möglichkeiten von Schwarz und Weiß untersucht, in der Zweiten lässt der Künstler mehr Farben einfließen. Mit der All-Over-Komposition erzeugt Farajabadi Spannung durch Explosionen kraftvoller Pinselstriche aus Acrylfarbe auf nicht grundierter Leinwand und kraftvolle Konzentrationen rudimentärer Flecken, die oft übereinandergeschichtet sind. Diese Flecken verkleiden sich hin und wieder als vage Hieroglyphenzeichen, alte Kalligrafie oder Buchstaben eines nichtexistierenden Alphabets und suggerieren manchmal eine Figur. Farajabadis sensible und hochenergetische Gestenbilder entziehen sich jeder geographischen Kategorisierung, stattdessen beziehen sie sich auf die jüngsten Entwicklungen und die Geschichte des Mediums der Malerei.

Knesebeckstraße 96 / Hardenbergstraße 9, 10623 Berlin

GNYP Gallery, Charlottenburg