Die Ausstellung wird am 15.
Zwischen Island und Berlin entfaltet sich eine Malerei, die in Beziehung geht – zum Nachklang des Ortes im Material. Stein, Wasser, Flechten, Moos: Stoffe, die sich verwandeln und im Werk weiter atmen – langsam, anhaltend, im Kontakt mit Licht und Zeit. Farbe entsteht aus Bewegung. Pigmente – mineralisch wie pflanzlich – reagieren auf Feuchtigkeit und Temperatur. Leinwände im isländischen Fjord gefärbt, dem Schnee, dem Nordlicht, den Teilchenströmen ausgesetzt, in Mineralsude getaucht. In Berlin verdichten sich diese Spuren, setzen sich ab, lösen sich wieder. Das Material darf fließen, verdunsten, ausblühen – doch der Umgang bleibt kontrolliert, präzise, still. Malerei als offenes System – ein stiller Rhythmus, in dem sich das Materielle und das Atmosphärische berühren. Im Raum dehnt es sich aus: eine ätherische Substanz, keramische Formen, Klang – Spuren derselben Resonanz, ein leises Echo von Materie und Zeit.
Lindenstraße 91, 10969 Berlin