Vom 31.8.
Vernissage: Fr., 31. August 2018, ab 19 Uhr Mit Tombola voller Überraschungen. Kommt vorbei für Kunst und Drinks Öffnungszeiten Do-Fr 17-21 Uhr, Sa/So 13-21 Uhr Rahmenprogramm TBA Vor zehn Jahren lautete das Wort des Jahres „Klimakatastrophe”. Heute ist daraus der weniger erschreckende Begriff „Klimawandel“ geworden. Trotz des globalen Bewusstseins über die dramatischen Auswirkungen unseres Lebensstils, tritt eine der größten Industrienationen aus dem internationalen Pariser Klimaabkommen aus. Währenddessen steigen sowohl die Durchschnittstemperatur der Erde als auch der Meeresspiegel weiter in alarmierendem Tempo an. Der Inselstaat Fidschi ist nur ein Beispiel eines Landes, dessen ganze Existenz dadurch akut bedroht ist. Mittlerweile fliehen weltweit mehr Menschen vor den Folgen von Umweltkatastrophen als vor Kriegen. Auch wenn wir hier in Deutschland noch keine verheerenden Auswirkungen erleben und die Konsequenzen bisher nicht am eigenen Leib spüren mussten – der Klimawandel verändert den ganzen Planeten. Ökologie, Globalisierung und künstlerische Praxis werden hier in einer sinnstiftenden Symbiose verhandelt. Gegenwartskunst kann als Weckruf für Klima- und Umweltschutz fungieren. In diesem Sinne wird im Ausstellungstitel "Biopsie" auf die griechischen Wörter bíos „Leben“ und ópsis „Sehen“ verwiesen. In der Medizin beschreibt dieser Ausdruck die Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben aus einem lebenden Organismus. Wie in der Pathologie, bei der die entnommenen Bioptate unter dem Mikroskop untersucht werden, analysieren auch die ausgewählten Künstler*innen mit ihren Kunstwerken jeweils einen bestimmten Aspekt und regen uns damit an, Zustand, Ursache und Fortschritt der Problematik zu erkennen. Es gilt, die Spannung zwischen Katastrophe und Ästhetik produktiv zu nutzen. Kunst und Kultur können in der Debatte um eine umweltbewusste Entwicklung die Aufgabe übernehmen, Probleme künstlerisch zu adressieren, um Visionen für eine nachhaltige Zukunft aufzuzeigen.
Oderstr. 34, 10247 Berlin