Die Papierskulpturen von Annette Meincke-Nagy und die Papierschnitte von Esther Glück stehen den Zeichnungen von Nadine

30. Juli 2025 – 30. August 2025 · Wichtendahl Galerie, Charlottenburg · Ausstellung

Die Papierskulpturen von Annette Meincke-Nagy und die Papierschnitte von Esther Glück stehen den Zeichnungen von Nadine

Die Papierskulpturen von Annette Meincke-Nagy und die Papierschnitte von Esther Glück stehen den Zeichnungen von Nadine Fecht, Hanna Hennenkemper, Astrid Köppe, Johannes Regin und Malte Spohr gegenüber. Eine Ausstellung im Zusammenspiel mit der Galerie Inga Kondeyne. Annette Meincke-Nagys überdimensionale Köpfe und ihre kleinen Büsten berühren, lassen die Betrachtenden innehalten. Sie strahlen etwas verzaubertes, verträumtes, introvertiertes aus und so eine besondere, ruhige Kraft. Vollkommen in sich ruhend, scheinen sie sich in einer anderen Wirklichkeit zu befinden und zeigen doch eine starke Präsenz. Die Plastiken bestehen aus einem Papier-Quarz-Leim-Gemisch. Auf einem Drahtgerüst wachsen sie in einem langwierigen, meditativen Prozess Schicht für Schicht heran. Annette Meincke-Nagy (*1965 in Bonn) lebt und arbeitet in Hamburg. Esther Glück lenkt den Blick auf intime Momente, zeigt ihre Figuren schlafend, sich in die Haare greifend oder reckend. Mit dem Skalpell schneidet sie hauchfein in weißes Papier: Aktzeichnungen wechseln mit linearen Geflechten, Natur- oder Raumdarstellungen. Häufig haben ihre Arbeiten mehrere Ebenen, wechseln Positiv- und Negativformen, verbergen sich hinter silhouettenhaften Pflanzen die menschlichen Figuren als Negativschnitte. Diese werden zur Leerstelle, sichtbar und modelliert durch Licht und Schatten auf dem Bildhintergrund oder der Wand. Es ist ein raffiniertes Spiel mit dem Bildraum, mit Linien und Flächen, mit Verbergen und Sichtbarwerden, mit der Präsenz und Absenz der menschlichen Figur. Esther Glück (*1973 in Löffingen) hat an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Bauhaus-Universität Weimar studiert. Sie lebt in Berlin. MALTE SPOHR, geb. 1958 in Hamburg, Studium u.a. an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; er lebt in Berlin; fotografisches Ausgangsmaterial findet sich bei Spohr höchst eigensinnig zeichnerisch transformiert; seine neuen Blätter umkreisen subtil das Kontrastfeld von Schwarz und Weiss. NADINE FECHT, geb. 1976 in Mannheim; Studium u.a. an der Universität der Künste UdK, Berlin; sie lebt in Berlin; seit 2025 Professur für Zeichnung an der HfG Offenbach; die Zeichnerin ist medial nicht festgelegt, Videoarbeiten und raumbezogene Installationen sind Teil eines ausgreifenden Werks. Besonders bekannt sind ihre Kugelschreiberzeichnungen; neue Arbeiten aus diesem Sektor werden zu sehen sein. HANNA HENNENKEMPER, geb. 1974 in Flensburg; sie lebt in Berlin; Studium an der Kunsthochschule Berlin Weissensee; seit 2024 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart; als Zeichnerin und Druckgrafikerin ist sie außergewöhnlich experimentierfreudig; in der aktuellen Serie von Bleistiftzeichnungen untersucht sie, wie eine zeichnerische Praxis im Rahmen von Nature-Care/ Nature-Writing auch zu Fragen des künstlerischen Handelns im planetaren Kontext beitragen könnte. ASTRID KÖPPE, geb.1974 in Köthen/Anhalt; sie lebt in Berlin; Studium Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; nach der äußerst erfolgreichen Resonanz in New York und Japan, zeigt sie in dieser Ausstellung neueste Phantasiegebilde aus ihrem zeichnerischen Expeditionskosmos. JOHANNES REGIN, geb. 1986 in Neubrandenburg; lebt und arbeitet in Berlin und Spechthausen; 2007–2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; über einbezogene Spuren und Hinterlassenschaften auf Fundstücken verdichtet er seine mehrfach geschichteten, pulsierenden Punktraster zu eigenwillig schwebenden Artefakten; neuerdings kann man Zeuge weiterer Wahrnehmungserkundungen auf Büttenpapier werden.

Carmerstr. 10, 10623 Berlin

Wichtendahl Galerie, Charlottenburg