Zero – Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau
Ein Fan der wunderschönen Räumen des Martin-Gropius-Bau’s bin ich ja schon lange. Und ich fragte mich nach der gigantischen Stühle-Ansammlung von Ai Weiwei, ob es noch eine Steigerung geben kann. Und es gibt sie! Die …
Ein Fan der wunderschönen Räumen des Martin-Gropius-Bau’s bin ich ja schon lange. Und ich fragte mich nach der gigantischen Stühle-Ansammlung von Ai Weiwei, ob es noch eine Steigerung geben kann. Und es gibt sie! Die Zero Ausstellung schlägt alles! Grandios, umfassend, einmalig. Ein Zeugnis unserer künstlerischen Geschichte.
Alle meine Stars scheinen hier versammelt. Jedes Bild von Geschichte und gleichzeitig absoluter Aktualität geprägt. Ich kann manchmal gar nicht fassen, dass ich hier vor all den Werken stehe, die ich bisher immer in meinen fleißig gesammelten Katalogen angeschmachtet habe.
„Manchmal bleiben die wirklichen Revolutionen in der Kunst unsichtbar, bis sie längst vergangen sind, doch die unterirdischen Schockwellen können sich über Generationen fortsetzen.“ Daniel Birnbaum, ZERO aus heutiger Sicht, 2014Günter Uecker (mein Held!), Heinz Mack, Otto Pine, Gotthard Graubner, Yves Klein, Armando, Pol Bury (meine Neuentdeckung!), Herman de Vries, Christian Megert, Uli Pohl... insgesamt 40 Zero-Künstler zeigen von Lichtkunst, Malerei, Skulptur bis hin zu Kinetik (unbedingt anschauen!) ein unglaubliches Oeuvre. Die Idee eines absoluten Neubeginns der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg fand viele begeisterte Anhänger. Eine neu gewonnene Freiheit im Hinblick auf Materialien führte dazu, dass die Themen Licht, Raum, Bewegung, Reflexion, Vibration, Struktur und Farbe heterogene Formen annahmen. Die Ausstellung zeigt wie Licht in Medien wie Malerei, kinetischer Kunst, Installationen, Performances, Filmen und Publikationen eingesetzt wurde. Ich muss mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass alle Werke der Ausstellung zwischen 1957 und 1967 entstanden sind. An dieser Ausstellung führt definitiv kein Weg für dich vorbei: hingehen und anschauen!