Ville Lenkkeri: Looking Back with Closed Eyes
Der Prämisse des Künstlers Ville Lenkkeris zufolge sei dramatisierende Fiktion das geeignetste Mittel, um eine Wahrheit hervorzubringen, die durch eine tiefgründige, einzigartige und somit untrennbare Erfahrung gewonnen wird. Auf den ersten Blick zeigen seine Fotografien …
Der Prämisse des Künstlers Ville Lenkkeris zufolge sei dramatisierende Fiktion das geeignetste Mittel, um eine Wahrheit hervorzubringen, die durch eine tiefgründige, einzigartige und somit untrennbare Erfahrung gewonnen wird. Auf den ersten Blick zeigen seine Fotografien humoristische Situationen, rückblickend betrachtet reflektieren sie jedoch Realitäten, mit denen sich die meisten Menschen auf dem finnischen Land konfrontiert sehen.
Ville Lenkkeris Einzelausstellung Looking Back with Closed Eyes bei Persons Projects handelt von von einer kleinen finnischen Industriestadt auf dem Land, einst Heimat von Lenkkeri und seinem Vater, der dort als Arzt tätig war.
Die Ausstellung setzt sich aus einer Auswahl von Arbeiten der Serien Petrified Forest und Medical Records of a Small Town zusammen. Ihr Hauptfokus liegt auf der Beziehung zwischen dem Künstler und seinem verstorbenen Vater, seinen Erinnerungen, Konversationen und gemeinsamen Momenten der beiden. Seine Fotografien strahlen eine Authentizität aus, die keiner nachträglichen Bearbeitung bedarf, um die Atmosphäre und Glaubwürdigkeit des Moments einzufangen. Sie unterscheiden sich in Tonalität und Inhalt von den Arbeiten seiner renommierteren Zeitgenoss:innen wie Gregory Crewdson, da er persönliche Begegnungen oder Erinnerungen seiner Vergangenheit reflektiert. Die Protagonist:innen seiner Bilder sind meist Familienmitglieder oder enge FreundInnen und seine Arbeit bewegt sich zwischen den Grenzen der Kleinstadt-Mentalität, mit der er aufwuchs, und der Landschaft, welche diese umgibt.