mp43 – projektraum für das periphere

Galerie · Hellersdorf

mp43, projektraum für das periphere, Hellersdorf, Außenansicht, ein beschrifteter Wohnwagen steht vor dem Schaufenster auf dem Platz
Foto: mp43 – projektraum für das periphere

Projektraum mit Antrieb statt Alleingang: Carola Rümper und Marnie Müller schaffen Raum für Austausch, Ideen und den synergetischen Rausch vieler Besucher.

Im Gegensatz zum einfachen Atelier, das mit reinen Alleingängen angetrieben wird, besitzt der Projektraum einen Motor. Der gestartete Zweitaktmotor (Betreiberinnen: Carola Rümper und Marnie Müller) gibt in dieser ersten Phase des Antriebes den Impuls. In der zweiten Phase startet dann der Verbrennungsmotor (-> Subtrahieren von Ödnis jeglicher Art), ermöglicht durch die Vielzahl der auswärtigen Besucher (nationalen und internationalen), deren Ideen sich in dem synergetischen Austausch von Gedanken zu einem rauschhaften Fest verbreiten

Geschichte

Eine Lebensform, die seit mehreren Jahren von der Künstlerin Carola Rümper erforscht und dokumentiert wird. Die Künstlerin entdeckte die Population bereits in ihrer Kindheit in der norddeutschen Tiefebene (Land Wursten), in der sie aufwuchs. Es handelt sich um speziell geformte Wesen, meist geprägt durch einen Corpus mit unterschiedlichen Tentakeln. Besonders auffallendes Merkmal ist die schwarze Außenhaut. Ihre Größe ist variabel, es wurden bisher Rümperiens in der Größe zwischen 5 und 20 cm beobachtet. Es gibt kein vorne und hinten, kein oben und unten Die Fortbewegung findet in schnellen, wendigen Bewegungen zu allen Seiten statt. Bisher bekannte Verbreitungsgebiete sind Deutschland, Russland, Ägypten, Alaska und die Schweiz. Insgesamt wurden bisher 162.341 Exemplare gezählt. Man nimmt an das die Rümperiens auch in anderen Ländern der Erde beheimatet sind. Die Suche danach wird permanent fortgesetzt. Es wurde eine starke Affinität zu Wolken festgestellt. Immer wieder wurde beobachtet, wie sie sich ungeschützt am Straßenrand unter besonderen Wolkenformationen sammeln. Die Rümperiens leben terrestrisch, sie sind sowohl nacht- als auch tagaktiv. Bisher ist noch nicht bekannt wie und welche Ruhephasen sie benötigen und wohin sie sich währenddessen zurückziehen. Über die Nahrungsaufnahme ist bisher nichts bekannt. Es konnte kein Rümperiens bei der Nahrungsaufnahme beobachtet werden. Das einzige in Gefangenschaft gehaltenen Rümperiens verstarb nach drei Monaten. Wie sich ein Rümperien bei Störung und Gefahr verhält muss noch ermittelt werden. Bisher gab es keine Berichte über Angriffe auf andere Lebewesen. Ob die Rümperiens natürliche Feinde haben und über ein Verteidigungssystem verfügen, um sich gegen Gegner zu wehren, ist unbekannt. Die Rümperiens sind sehr scheu, allerdings lässt ihre natürliche Neugierde sie immer wieder in den Lebensraum der Menschen eindringen. Sie sind für Menschen oft unsichtbar. Nachweißlich halten sie sich gerne in der Nähe von Menschen auf. Die Künstlerin Carola Rümper arbeitet Multimedial, um die Population in ihrer Komplexität darzustellen. Einzelne Exemplare der Population werden als dreidimensionale Objekte nachgebildet. Installationen und digitale Collagen geben den Lebensraum der Population wieder. Forschungserkenntnisse werden in Textsammlungen zusammengefasst. „Dokumentarische“ Fotografien visualisieren Forschungsinhalte. Projekte im öffentlichen Raum fordern die Bevölkerung auf, sich an der Forschungsarbeit zu beteiligen.

Marzahner Promenade 43, 12679 Berlin

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