IMAGO Camera

Sonstiges · Kreuzberg

IMAGO Camera, Kreuzberg, Innenraum, überdimensionales Kameramodell mit Notizen und Fotoabbildungen im Ausstellungsraum
Foto: IMAGO Camera

IMAGO Camera ist eine begehbare Kunstinstallation, die weltweit einzigen analogen Großformatkameras für lebensgroße Selbstportraits. Ihre unmittelbaren Resultate sind IMAGOgramme im Maßstab 1:1, wertvolle Unikate, belichtet auf einem eigens dafür hergestellten Direktpositivpapier.

Die IMAGOgraphie ist ein fotografisches Medium der Selbstbetrachtung. Fotograf und Sujet sind identisch. In dieser Einheit wird der Porträtierte zum Autor seines Bildes, das Porträt zum Selbstbildnis. IMAGO Cameras, jede für sich eine begehbare Kunstinstallation, sind die weltweit einzigen analogen Großformatkameras für lebensgroße Selbstportraits. Ihre unmittelbaren Resultate sind IMAGOgramme im Maßstab 1:1, wertvolle Unikate, belichtet auf einem eigens dafür hergestellten Direktpositivpapier. Die Größe der Kamera ermöglicht es, sich in ihren mächtigen Korpus hineinzubegeben. In konzentrierter Selbstbegegnung, ohne Störung von außen, nur mithilfe eines seitenrichtigen Spiegels, entscheidet man sich für den festzuhaltenden Moment und löst aus. Die fotografische Technik Die IMAGOgraphie basiert auf einer kraftvollen Symbiose aus verzerrungsfreier Linse, dem speziellen Direktpositivpapier und einem einzigartigen künstlerischen Konzept. Das Silbergelatine Umkehrpapier reagiert sobald das Bild darauf projiziert wird. Mittels eines gängigen schwarz-weiß Prozesses entwickelt, wird nach zehn Minuten das IMAGOgramm sichtbar. Ein Unikat, da der fotografische Prozess ohne ein Negativ auskommt

Geschichte

—1970-72 Bau der ersten begehbaren Großbildkamera IMAGO für die lebensgroße Ganzkörperabbildung von Menschen. Idee und künstlerische Umsetzung: Werner Kraus und Erhard Hößle. Nach zwei Jahren Bauzeit erfolgt die Eröffnung im Rahmen eines großen Kunstevents für die damalige Münchner Kulturszene. —1972-78 Verschiedene Standorte und Ausstellungen (Weltausstellung der Fotografie Nürnberg, Photokina Köln, Herbstsalon Haus der Kunst, Neue Sammlung München, Galerie Hartmann, München). —1978 Einlagerung der IMAGO Camera, nachdem die Produktion des speziellen Fotopapiers eingestellt wurde. —2004-2006 Susanna Kraus, Tochter des Erfinders, entdeckt und reaktiviert die IMAGO Camera. Ihr gelingt es, ILFORD Schweiz für eine Wiederauflage des Direktpositivpapiers zu gewinnen. —2006 Europäischer Monat der Fotografie in Wien. Erste Präsentation der IMAGO Camera nach 30 Jahren mit Susanna Kraus’ Ausstellung „Wiens Analytiker in der Black Box“. —2013-2014 Entwicklung und Bau der mobilen Variante, der IMAGO Photour Camera. Die im Entwurf an ein Modell von Erhard Hößle angelehnte Kamera wird von Jakob Kraus konzipiert. Der Sohn von Susanna Kraus baut die auf Reisetauglichkeit optimierte, transportable IMAGO Photour. Die Weltpremiere erfolgte im DE Rotterdam, Niederlande, im August 2014.

Prinzenstr. 85D, 10969 Berlin

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