Max Ernst: Zeichendieb

Das Video der Ausstellung Max Ernst bei Sammlung Scharf-Gerstenberg... https://youtu.be/cfFf_Wi5qDU 1964 taucht im Werk von Max Ernst erstmals eine Geheimschrift auf, die er für eine Serie von Grafiken zu Ehren des Amateur-Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht …

Veröffentlicht am 20. Januar 2019 · von MASCH

Max Ernst: Zeichendieb
Das Video der Ausstellung Max Ernst bei Sammlung Scharf-Gerstenberg... https://youtu.be/cfFf_Wi5qDU 1964 taucht im Werk von Max Ernst erstmals eine Geheimschrift auf, die er für eine Serie von Grafiken zu Ehren des Amateur-Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht Tempel (1821–1889) schuf. Sie erinnert an die frühen Experimente der Surrealisten mit der „écriture automatique“ (Automatische Schrift) und ähnelt zugleich auf verblüffende Weise ägyptischen Hieroglyphen, wie sie sich auch auf dem Kalabscha-Tor am Eingang der Sammlung Scharf-Gerstenberg befinden. Hier genießt das berühmte Tempeltor Gastrecht, bis es nach Fertigstellung des letzten Pergamon-Flügels auf die Museumsinsel nachziehen kann. Die Surrealisten liebten den Zufall. Was läge näher, als die Präsenz des Tores zum Anlass für eine Max Ernst-Ausstellung zu nehmen? Ausgehend von den selten gezeigten Geheimschrift-Grafiken sollen einige typische Elemente und Themen im Werk von Max Ernst beleuchtet werden. Nicht wenige von ihnen sind ausgeborgt: Sie durchziehen unsere Kunst- und Bildgeschichte und lassen sich mitunter bis auf die Kunst der alten Ägypter zurückverfolgen. Tatsächlich sind die in Max Ernsts Collagen, Frottagen oder Grattagen auftauchenden Bilder und Zeichen selten von ihm selbst erfunden. Seine Spuren sorgsam verwischend, generiert Max Ernst sie aus dem Bilderreservoir einer bereits vorhandenen Welt, um ihnen mit diebischer Freude neue, surreale Botschaften unterzuschieben.

Max Ernst - Zeichendieb

06.12.2018 bis 28.04.2019 Sammlung Scharf-Gerstenberg Schloßstraße 70 14059 Berlin