Kunst und Kultur mit Claudia Roth
Als ich gelesen habe, dass Claudia Roth den Posten der Staatsministerin für Kultur und Medien übernehmen und damit Monika Grütters ablösen wird, war mein erster Impuls Freude. Ich sage es offen: Ich mag Claudia Roth …
Als ich gelesen habe, dass Claudia Roth den Posten der Staatsministerin für Kultur und Medien übernehmen und damit Monika Grütters ablösen wird, war mein erster Impuls Freude. Ich sage es offen: Ich mag Claudia Roth. In meinen Augen ist sie taff, ich nehme sie als Instanz wahr und als eine Frau, die im Sturm stehen kann und nicht die Nerven verliert. Dazu ist sie – und das sind natürlich Nebensächlichkeiten – stets farbenfroh gekleidet und war mal Managerin der Band Ton Steine Scherben. Insgesamt eine coole Erscheinung, die meiner Ansicht nach gut auf diesen Platz passt.
Aber was genau macht eigentlich eine Staatsministerin für Kultur und Medien? Ein Blick auf die Seite der Bundesregierung verschafft Klarheit. Kulturstaatsminister*innen sind dafür zuständig:
- die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Kultur- und den Medienbereich über die Bundesgesetzgebung kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern,
- Kultureinrichtungen und -projekte von nationaler Bedeutung zu fördern,
- für die kulturelle Repräsentation des Gesamtstaates in der Bundeshauptstadt Berlin zu sorgen,
- die kultur- und medienpolitischen Interessen Deutschlands in verschiedenen internationalen Gremien zu vertreten,
- national bedeutsame Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer von NS-Terrorherrschaft zu fördern,
- in Zusammenarbeit mit Gedenkstätten und Institutionen an das Unrecht in der ehemaligen DDR zu erinnern
"Und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen, Die Spuren der Verzweiflung wird der Wind verweh'n. Die durstigen Lippen wird der Regen trösten Und die längst verlor'n Geglaubten Werden von den Toten aufersteh′n."
(Rio Reiser, Land in Sicht)
Betragsfoto: Kristian Schuller