Flexibilität tut not – auch in der KSK Künstlersozialkasse
Von uns Menschen wird stets mehr Flexibilität gefordert. Sehr gern, aber dann muss das System bitte auch mitziehen und nicht wie ein manövrierunfähiges U-Boot im Wasser dümpeln. Fast ein Jahr ist es her, als uns …
Von uns Menschen wird stets mehr Flexibilität gefordert. Sehr gern, aber dann muss das System bitte auch mitziehen und nicht wie ein manövrierunfähiges U-Boot im Wasser dümpeln.
Fast ein Jahr ist es her, als uns das Corona-Virus zum ersten Mal in den Lockdown gezwungen hat. Für mich hieß das damals zunächst, dass meine jüngste Tochter nicht mehr in die Schule gehen konnte, die Uni der mittleren Tochter erst ausfiel und dann auf digital umgestellt wurde, Veranstaltungen, die ich geplant hatte, abgesagt wurden und hier und da kleinere Aufträge wegfielen. Insgesamt kein riesiges Drama, aber eine Situation, die uns allen bis heute Flexibilität abverlangt. Natürlich hofften wir wie die meisten auf den Sommer und insgeheim darauf, dass sich die Situation auch bald wieder ändern würde.
Heute, knapp ein Jahr später hat sich für viele Menschen, allen voran für Künstler*innen und Freie, die wie ich aufgrund ihrer Tätigkeit in der Künstlersozialkasse versichert sind, nichts geändert. Jedenfalls nichts zum Positiven. Die schmalen Hilfen sind bei den meisten aufgebraucht, ein Ende des Lockdowns ist nicht in Sicht. Das zusätzliche Kindergeld für die die Kinder haben, war ein Tropfen auf den heißen Stein, der die Mehrkosten, die anfallen, nicht deckt. Das Kinderkrankentagegeld wird nur für Kinder bis 11 Jahren gezahlt. Wieso Kinder, die älter und von zuhause lernen, weniger Aufmerksamkeit und Zeit benötigen sollen und damit ihre Eltern weniger in Anspruch nehmen, erschließt sich mir nicht. Aber das nur am Rande.