»Sand als Medium: Materialität, Macht und territoriale Transformation«, Vortrag von Dr. Michaela Büsse, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Dresden. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
Führung durch die Ausstellung mit Matthias Burba und Dr. Christiane Stahl, Direktorin der Alfred Ehrhardt Stiftung. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
Der deutsch-australische Fotograf Joachim Froese beschäftigt sich mit Natur und Landschaft nicht im Sinne einer klassischen, romantischen Fotografie, sondern als konzeptuelles und materielles Arbeitsfeld. Er bezieht sich dabei unter anderem auf den baltischen Biologen und Philosophen Jakob von Uexküll, der Anfang des 20. Jahrhunderts Natur als Geflecht unterschiedlicher Wahrnehmungswelten verschiedener Lebewesen definiert. Ausgehend davon begreift Froese Natur nicht als Gegenüber des Menschen, sondern als komplexes Beziehungsnetz, in das der Mensch eingebunden ist. Diesen theoretischen Ausgangspunkt verbindet er in seinen prak-tischen Arbeiten mit einem überraschend technisch fundierten Ansatz. Das fotografische Handwerk selbst wird zum Konzept, indem Froese digitale Auf-nahmeverfahren mit historischen Drucktechniken kombiniert. Eine besondere Rolle spielt dabei der Salzdruck, eines der frühesten Positivverfahren, das in den 1830er-Jahren von William Henry Fox Talbot entwickelt wurde. Froese experimentiert mit dieser ‘Ur-Technik’ und setzt Gegenwart und Vergangenheit der Fotografie in ein Spannungsverhältnis von Fortsetzung und Flüchtigkeit. Natur erscheint so weniger als festes Motiv, sondern vielmehr als Prozess, der seine eigene Vergänglichkeit in sich trägt. Im Rahmen seines Vortrags wird der Künstler einige seiner fixierten als auch nicht fixierten originalen Salzpapierabzüge, aber auch Papiernegative, Cyanotypien und Silbergelatineabzüge vorstellen, auf deren technische Grundlagen eingehen und Einblicke in seine spezifischen Verfahren geben. Joachim Froese (*1963, Montreal, Kanada) wuchs in Deutschland auf und wanderte 1991 nach Australien aus. Heute arbeitet er überwiegend in Brisbane, und in regelmäßigen Abständen in Berlin. Seine Karriere verbindet Praxis, Theorie und Lehre. Als freier Dozent unterrichtet er seit 25 Jahren Fotografie an Kunsthochschulen in Australien sowie als Gastdozent mehrfach an Universitäten in Deutschland. 2017 promovierte er an der RMIT-University in Melbourne, seit 2020 ist er Honorary Lecturer an der School of Communication and Arts, University of Queensland in Brisbane. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
Führung durch die Ausstellung mit Matthias Burba und Dr. Christiane Stahl, Direktorin der Alfred Ehrhardt Stiftung. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
Finissage und Führung durch die Ausstellung mit dem Filmwissenschaftler Thomas Tode und Dr. Christiane Stahl, Direktorin der Alfred Ehrhardt Stiftung. Zum allerersten Mal rückt die Filmarbeit von Alfred Ehrhardt in den Fokus einer Ausstellung. Mehr als 60 Filme hat der Fotograf, Dokumentarfilmer und Bauhaus-Schüler realisiert, ein Œuvre, das bislang im Schatten seiner fotografischen Arbeiten stand.
Der Kunstverein Centre Bagatelle in Berlin-Frohnau lädt am Donnerstag, den 2. Juli 2026, um 19:30 Uhr zu einem Artist Talk im Lounge-Format mit dem aktuell ausgestellten Künstler Seungro Lee ein. Gemeinsam mit dem Galeristen Philipp Schumann als Moderator spricht der Künstler über seinen Werdegang, seine Arbeitsweise und die Hintergründe seiner aktuellen Ausstellung.
Zur Ausstellung „Alice & Bob in Berlin“ bei Malte Uekermann Kunsthandel Am Samstag, den 20. Juni 2026, lädt Malte Uekermann Kunsthandel zum Artist Talk mit der Künstlerin Martina Ziegler in die PopUp-Gallery am Hegelplatz in Berlin-Mitte ein. Im Rahmen der Ausstellung „Alice & Bob in Berlin“ spricht Martina Ziegler über ihre aktuellen Werkreihen, ihre künstlerische Praxis und die Entstehung ihrer vielschichtigen Bildwelten zwischen Abstraktion, digitaler Bildlogik, Porträtfragment und surrealer Wahrnehmung. Die Ausstellung zeigt 40 Werke auf 250 Quadratmetern. Ergänzend werden skulpturale Arbeiten von Willi Siber präsentiert, in Kooperation mit Galerie Benden & Ackermann, Köln und Düsseldorf.
Parallel zur Ausstellung Berlin plant. Stunde Null findet ein eintägiges Symposium im silent green Kulturquartier statt. Es widmet sich der Mehrdimensionalität des Kollektivplans und dessen Entstehung, die sich mit der „Stunde Null“ und den drängenden Forderungen nach einem radikalen gesellschaftlichen Neuanfang verband. 1946 war der Kollektivplan stadtplanerisch auf der Höhe seiner Zeit und zugleich seiner Zeit voraus. Unter Einbeziehung des derzeitigen Forschungsstandes ergründen die Vorträge die Referenzmodelle der Planung, verborgene biografische Netzwerke vor, während und nach der NS-Zeit sowie die unterschiedliche Rezeptionsgeschichte in Ost- und West-Berlin. Eingehend thematisiert werden die wegweisenden stadt- und architekturbezogenen, ökologischen, stadtlandschaftlichen und partizipativen Impulse des Kollektivplans. Die Betrachtung einer vergangenen Zukunft eröffnet zurück- und vorausblickend einen Diskurs zur aktuellen Handlungs- und Erneuerungsfähigkeit unserer Gesellschaft und zur Frage: Wohin? Programm 13 Uhr Ein Plan wie keiner zuvor. Der Kollektivplan von 1946 und das Ausstellungsprojekt Berlin plant. Erster Bericht als Vergegenwärtigung und Gesprächsangebot Einführung von Hansjörg Schneider, Künstler, Berlin 13.30 Uhr berlin (1993) Gedicht von Michael Augustin, Autor, Bremen 14 Uhr Urban Planning in the Context of Non-Utopian Postwar Orders: Hans Scharoun’s Unrealized Urban Ideals for Berlin and Walter Gropius’ Abandoned Plan for the Redevelopment of Frankfurt/Main Vortrag von Greg Castillo, Prof. für Architektur am College for Environmental Design, University of California, Berkeley 14.30 Uhr Die Rezeption des Kollektivplans 1946 in Ost und West Vortrag von Simone Hain, Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin 15 Uhr Städtebau und -planung am Bauhaus (Bauhaus, MASCH und CIAM-Analyse Berlin) Vortrag von Andrea Contursi, Architekt und Forscher, studio_MMSD, Düren 16 Uhr Das Kollektiv. Biografische Netzwerke Vortrag von Simone Hain, Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin 16.30 Uhr Das grüne Berlin. Das Stadt-Landschafts-Konzept Reinhold Lingners und des Kollektivplans Vortrag von Axel Zutz, Landschaftsgärtner, Garten- und Planungshistoriker, Berlin 17 Uhr Hans Scharoun. Bauen für die Demokratie – Gestalt finden für die offene Gesellschaft Vortrag von Ralf Bock, Architekt und Autor, BauWerkStadt, Wien 17.30 Uhr Das Fortwirken des Kollektivplans in der Stadtplanung der DDR bis zum Generalbebauungsplan von Berlin / DDR Vortrag von Christina Lindemann, Architektin und Stadtplanerin, Werkstadt, Berlin 18.15 Uhr P.L.A.N. (Wie planen im Anthropozän, wie planen in Berlin?) Diskussion mit Simone Hain (Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin), Christa Kamleithner (Architekturhistorikerin und Kulturwissenschaftlerin, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich), Philipp Oswalt (Prof. für Architekturtheorie und Entwerfen, Universität Kassel) Moderation: Thomas Flierl (Architektur- und Planungshistoriker, Berlin)
Führung durch die Ausstellung mit dem Filmwissenschaftler Thomas Tode und Dr. Christiane Stahl, Direktorin der Alfred Ehrhardt Stiftung. Zum allerersten Mal rückt die Filmarbeit von Alfred Ehrhardt in den Fokus einer Ausstellung. Mehr als 60 Filme hat der Fotograf, Dokumentarfilmer und Bauhaus-Schüler realisiert, ein Œuvre, das bislang im Schatten seiner fotografischen Arbeiten stand.
Film- und Lichtbildervortrag von Dr. Christian von Oppen, Architekt und Stadtforscher. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
Parallel zur Ausstellung Berlin plant. Stunde Null zeigt der n.b.k. ein Kinoprogramm mit „Trümmerfilmen“ in Kooperation mit dem Babylon. Donnerstag, 11. Juni 2026, 20 Uhr Berlin 1945 – Tagebuch einer Großstadt, Teil II (Volker Heise, D 2020, 90 min, OV) Einführung von Volker Heise (Regisseur und Produzent, Berlin), in deutscher Sprache Donnerstag, 18. Juni 2026, 20 Uhr Die Mörder sind unter uns (Wolfgang Staudte, D 1946, 91 min, OmeU) Mit Hildegard Knef, Ernst Wilhelm Borchert, Erna Sellmer, Arno Paulsen Donnerstag, 2. Juli 2026, 20 Uhr Imaginäre Architektur – Der Baumeister Hans Scharoun (Hartmut Bitomsky, D 1995, 65 min, OV) Einführung von Michael Baute (Autor und Dozent, Berlin), in deutscher Sprache Donnerstag, 9. Juli 2026, 20 Uhr A Foreign Affair (Eine auswärtige Affäre, Billy Wilder, USA 1948, 116 min, OmU) Mit Jean Arthur, Marlene Dietrich, John Lund Donnerstag, 23. Juli 2026, 20 Uhr Germania anno zero (Deutschland im Jahre Null, Roberto Rossellini, I 1948, 74 min, OmeU) Mit Edmund Meschke, Ernst Pittschau Sonntag, 2. August 2026, 18 Uhr Die Stunde Null (Edgar Reitz, D 1977, 108 min, OV) Mit Kai Taschner, Herbert Weißbach, Erika Wackernagel Im Anschluss Gespräch mit Edgar Reitz (Filmemacher, München) und Margarethe von Trotta (Filmemacherin, München), in deutscher Sprache Weitere Informationen und Tickets unter babylonberlin.eu
Am 6. Juni 2026 findet im Roten Salon der Volksbühne Berlin die Berliner Buchpremiere von Catching Strangers – The Family Constellation Project im Rahmen von Parole Text:Buch statt. Ausgangspunkt ist ein internationales Fotografie- und Literaturprojekt von Alexander von Reiswitz, das über mehr als 15 Jahre in über 20 Ländern entstanden ist und in dem einander fremde Passantinnen und Passanten, die zufällig zur gleichen Zeit am selben Ort waren, für einen Moment als Familien inszeniert werden. Die analogen Schwarzweiß-Familienporträts verstehen Fotografie dabei nicht als Dokumentation, sondern als Setzung und stellen Fragen nach der Konstruktion von Wirklichkeit und der Kraft menschlicher Zuschreibung. Das Besondere an Catching Strangers ist die enge Verschränkung von Bild und Sprache. Dreiundzwanzig namhafte Autorinnen und Autoren haben die fotografischen Vorlagen aufgegriffen und ihnen fiktive Biografien eingeschrieben. Fotografie und Literatur begegnen sich hier als gleichwertige Formen der Welterzeugung. Die Texte erklären die Bilder nicht, sondern entwerfen eigene, parallele Erzählwelten, in denen die Fotografie etwas behauptet und der Text widerspricht. Es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen fotografischer Setzung und literarischer Imagination, das über die bloße Illustration weit hinausgeht. Manche Themen in den Geschichten sind ganz weltlich: Bei der für ihre sprachgewaltige Prosa gefeierten Autorin Mariana Leky ist das Foto das letzte, das vom japanischen Familienvater mit seinen 102 Jahren gemacht wurde. Die leicht skurrile Stimmung, die wir aus den Romanen von Leky kennen, sie findet sich auch in dieser kurzen, warmherzigen Geschichte über das unaufhaltsame Ende eines alten Mannes. Die Berliner Romanautorin Ulla Lenze hat dagegen aus ihrer Geschichte ein kleines Märchen gemacht, ein Gegenmodell zur nimmersatten Ilsebill im „Fischer und seiner Frau“. Ein Fischer, der Fisch und eine Frau liebt, sie aber liebt nur ihn und keinen Fisch. Der Abend im Roten Salon überführt das Prinzip des Bildbandes in eine einmalige Bühnenform und folgt dabei keiner linearen Erzählung. Er nähert sich dem, was wir Wirklichkeit nennen – tastend, ohne Sicherheitsnetz. Die beteiligten Autorinnen und Autoren lesen ihre Texte an diesem Abend selbst. Für einen Moment scheint die Welt dann näher zu rücken: Stimmen aus unterschiedlichen literarischen Perspektiven treffen auf Bilder, die sich einer festen Zuordnung entziehen. Kurze reale Beobachtungen und Anekdoten aus dem Entstehungsprozess der Fotografien und den Begegnungen mit ihren zufälligen Protagonisten lassen etwas von der Wahrheit und Wahrhaftigkeit dieser Momente durchscheinen. Klang öffnet die Zwischenräume. Zum Bildband Der Bildband Catching Strangers (Hatje Cantz, 2025) versammelt 23 literarische Texte renommierter Autorinnen und Autoren, entstanden zu über 100 analogen Schwarzweißporträts fiktiver Familienkonstellationen. Berliner Buchpremiere – Catching Strangers – The Family Constellation Project 6. Juni 2026, 20 Uhr Roter Salon der Volksbühne Berlin Mit u. a. Felicitas Hoppe, Ulrike Draesner, Mariana Leky, Nicol Ljubić, Ulla Lenze, Anna Katharina Hahn, Verena Jütte, Marjana Gaponenko sowie Christian Stahlhut. Der Abend eröffnet mit einem eigens für Catching Strangers geschriebenen Text von John Burnside, gelesen von seinem langjährigen Übersetzer Bernhard Robben. Klang: Matthias Millhoff Konzept und Fotografie: Alexander von Reiswitz
Filmvortag von Thomas Tode, Publizist, Filmwissenschaftler und Kurator. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
SHARED SPACE II ist ein offener Tag mit Präsentationen und Interventionen und bildet den Abschluss der Zusammenarbeit zwischen Biliana Voutchkova und Elsa Mencagli während Elsas Residency bei Roam Projects Berlin. Die Veranstaltung führt Bilianas Konzept Shared Space of the Liberated Sound weiter, das erstmals 2023 in der Toplocentrala Sofia in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Sofia präsentiert wurde. Sie bringt in Berlin lebende Gastkünstler*innen zusammen, gemeinsam mit einer neu entstandenen Installation von Biliana und Elsa, und schafft so einen geteilten performativen Raum. Das Projekt entwickelt den künstlerischen Dialog weiter, der 2022 bei der ersten Begegnung von Biliana und Elsa während der Residency in der Cité Internationale des Arts in Paris begonnen hat. Es untersucht Übergänge zwischen Klang, Stille, Wort, Bedeutung und Nicht-Bedeutung und richtet den Fokus auf non-verbale Formen der Kommunikation durch Präsenz, Geste, Stimme, Instrumente und kollektives Zuhören. Der Galerieraum wird zu einer lebendigen Installation, geprägt von Mencaglis Keramiken, Stoffen und gefundenen Naturmaterialien, verwoben mit Voutchkovas Klangkompositionen, basierend auf gesammelten Wiegenliedern, die über eingebaute Mini-Lautsprecher übertragen werden. Musikalische räumliche Interventionen in wechselnden Konstellationen reagieren auf die Installation, die zugleich als Partitur und als Raum funktioniert. Die eingeladenen Performer*innen arbeiten in einem ko kompositorischen Prozess, entwickeln im Vorfeld gemeinsames Material und aktivieren den Raum in einem ganztägigen Ablauf von Interventionen. Der Fokus liegt auf aufmerksamem Zuhören und kollektiver Resonanz, wodurch individuelle Ausdrucksformen in einen gemeinsamen Klangraum übergehen. SHARED SPACE II bietet eine immersive, partizipative Erfahrung, die Performance als einen gemeinsamen Akt des Zuhörens und Austauschs erweitert und Raum für Begegnungen zwischen Performer*innen, Installation und Publikum öffnet. 24.05.2026 14-21 Uhr
Die Finissage mit Künstlerinnengespräch bildet den Abschluss der Ausstellung und bündelt noch einmal ihre zentralen Fragestellungen: das Zusammenspiel von Farbe, Licht und Raum sowie das Spannungsverhältnis zwischen konstruktiver Ordnung und lebendiger Dynamik. Fünf künstlerische Positionen treten in einen letzten Dialog und eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Struktur, Wahrnehmung und Materialität. In Malerei, Zeichnung, Objekt, Installation und Video entfalten sich visuelle Ordnungen, die durch intensive Farbsetzungen, rhythmische Verdichtungen und räumliche Setzungen erweitert und gebrochen werden. Im Gespräch mit den beteiligten Künstlerinnen und den Kuratorinnen werden Hintergründe, Arbeitsprozesse und konzeptuelle Ansätze sichtbar. Die Veranstaltung schafft Raum für Austausch und Reflexion und macht die Ausstellung als Erfahrungsfeld noch einmal in ihrer Vielschichtigkeit erfahrbar. Die Finissage markiert damit einen konzentrierten Abschluss, in dem sich die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze verdichten und in einen gemeinsamen Kontext stellen.
Im Rahmen der Arbeit "Jedes Blatt eine Antwort auf das Entscheidungsproblem" von Leonie Nagel entsteht während der Laufzeit der Ausstellung "Memory Is a Strange Bell" im n.b.k. ein Kurzfilm in Zusammenarbeit mit Teilnehmenden verschiedener Jugendtheaterprojekte in Berlin. Ausgangspunkt des Projekts ist das Spiel „Wahrheit oder Pflicht“ und die ihm eingeschriebenen Entscheidungs- und Aushandlungsprozesse. In improvisatorischer Entwicklung erarbeitet die Gruppe ein offenes Skript, das in einem gemeinschaftlichen Prozess filmisch umgesetzt wird. Die Verhandlungen über Regeln, Entscheidungen und Spielverläufe werden dabei Teil des Films. Das Ergebnis ist ein experimenteller Kurzfilm, der am Ende der Ausstellung im n.b.k. uraufgeführt wird. In deutscher Sprache
Als ausgebildetem Musiker war es Alfred Ehrhardt bewusst, dass zur Wirkung eines Films die Filmmusik wesentlich beitragen kann. Als besonders ergiebig, um die Rolle der Musik in Ehrhardts Filmen zu betrachten, erweisen sich die im Abstand von zwei Jahrzehnten entstandenen Dokumentationen über Island, deren musikalische Untermalungen gegensätzlicher kaum sein können: Wurde für den 1941 von der Tobis produzierten Film Nordische Urwelt mit Georg Vollerthun (1876–1945) ein namhafter Opernkomponist spätromantischer Stilrichtung herangezogen, der aus Teilen seiner 1925 uraufgeführten Oper Island-Saga eine opulente, symphonische Begleitung zusammenstellte, fiel Ehrhardts Wahl 1962 für Gletscher und ihre Ströme und Vulkanisches Antlitz auf Oskar Sala (1910–2002), einen Pionier der elektronischen Musik und ausgesprochenen Filmmusik-Spezialisten, der für seine Vertonungen auf das von ihm entwickelte Mixturtrautonium zurückgriff. Die Gegenüberstellung so unterschiedlicher Begleitmusiken zu Werken, die der gleiche Dokumentarfilmer zum gleichen Thema schuf, erlaubt nicht nur einen interessanten Einblick in die Geschichte deutscher Filmmusik vor und nach 1945, sondern wirft auch ein Licht auf Alfred Ehrhardts Auffassung von der Rolle der Musik im Rahmen eines filmischen Gesamtkunstwerks. Florian Schuck studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er lebt als freier Forscher und Autor in Weimar. Seit 2020 ist er Redakteur des Internet-Musikblogs The New Listener. 2022 wurde er zum 1. Vorsitzenden der Internationalen Draeseke-Gesellschaft gewählt. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge in musikwissenschaftlichen Publikationen und war an mehreren Editionsprojekten beteiligt. Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
Buchpräsentation mit Klaus Theweleit (Kulturtheoretiker, Freiburg), moderiert von Katja Nicodemus (Filmkritikerin und Journalistin, Die Zeit) In deutscher Sprache
Podiumsdiskussion mit Anna-Verena Nosthoff (Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung, Universität Oldenburg) und Paul Feigelfeld (Professor für Digitalität und kulturelle Vermittlung, Universität Mozarteum Salzburg), moderiert von Christine Watty (Journalistin, Deutschlandfunk Kultur) In deutscher Sprache
Matthias Gálvez ist ein wichtiger Vertreter der realistisch figurativen Malerei in Berlin. Seine Arbeiten verhandeln Nähe nicht als erzählerisches Motiv, sondern als Zustand. Figuren treten in unmittelbare Beziehung zueinander – und zum Betrachtenden. Gruppenszenen und Porträts erscheinen als verdichtete Konstellationen psychischer und körperlicher Präsenz. Die dargestellten Situationen wirken vertraut in ihrer Alltäglichkeit, bleiben jedoch ambivalent und offen. Gesten, Blicke und Haltungen erzeugen Spannungen, ohne sich eindeutig aufzulösen. Gálvez komponiert seine Bildräume aus fragmentierten, teils abstrakten Segmenten, die die Wahrnehmung der dargestellten Realität verschieben und irritieren. Nähe entsteht hier nicht durch Intimität im klassischen Sinne, sondern durch Konfrontation. Die Figuren behaupten ihre Präsenz als Gegenüber – unmittelbar, ungeschützt, und ohne Distanz. Die Ausstellung zeigt hauptsächlich neuere Arbeiten, die 2025 entstanden sind.
Join us at BBA Gallery for a unique evening where the cinematic vision of artist duo Maria and Natalia Petschatnikov meets the bold, unfiltered world of natural wine. In their exhibition 'Berlin, A Rough Cut', the twin sisters transform the gallery into a storyboard of our neighborhood, finding profound beauty in "discarded" objects and the fleeting moments of the street. To complement this "anthropology of the ordinary," our partners at Sublime Wines have curated a selection of 4 natural wines. Date: Thursday, 26 March 2026 Time: 18:30 Location: BBA Gallery, Köpenicker Str. 96, 10179 Berlin-Mitte Tickets: €20 per person (Multiple 'Add to cart' clicks possible to increase quantity of tickets). Spaces are limited to ensure an intimate dialogue between the glass and the featured series. We look forward to seeing you there.
Die Ausstellung PRIVACY FILM #296 verwandelt die INSELGALERIE Berlin in eine begehbare Black Box. Statt der üblichen Übersicht eines White Cube entsteht ein Raum der Dunkelheit, in dem Wahrnehmung, Nähe und Distanz neu verhandelt werden. Zwischen dem, was sichtbar wird, und dem, was im Dunkel verborgen bleibt, eröffnen Videoarbeiten, Objekte und Rauminstallationen neue Perspektiven auf Privatheit, urbane Räume und menschliche Interaktionen. Gezeigt werden Arbeiten von Mariella Mosler sowie ihren Meisterschülerinnen Yamo Aydemir und Aeree Sul von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Mosler arbeitet mit Installationen, in denen das Ornament als strukturierendes Prinzip dient und Räume analysiert sowie neu erfahrbar macht. Aydemir untersucht in reduzierten Bildwelten die Schnittstellen von Erinnerung, Identität und kultureller Verortung und verbindet autobiografische, dokumentarische und inszenierte Elemente. Sul richtet ihren Blick auf leise Veränderungen und minimale Verschiebungen, die sich in unseren Alltag einschreiben und langfristig unsere Lebensweise prägen.Zum Abschluss der Ausstellung findet eine Finissage mit Künstlerinnengespräch statt. Im Austausch mit der Kuratorin sprechen Mariella Mosler, Yamo Aydemir und Aeree Sul über ihre Arbeiten, die zugrunde liegenden Themen sowie über die besondere Ausstellungssituation der Galerie als Black Box, in der Sichtbarkeit, Intimität und gemeinsame Erfahrung neu gedacht werden.
Im Dialog mit Künstler*innen der Ausstellung "Memory Is a Strange Bell" im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) und Künstlerhaus Bethanien eröffnen sich Einblicke in die Hintergründe und Entstehungsprozesse der Werke. 15 Uhr Neuer Berliner Kunstverein / 17 Uhr Künstlerhaus Bethanien In deutscher und englischer Sprache
Buchpräsentation und Videoscreening mit John Miller (Künstler, New York), Melanie Ohnemus (Kuratorin und Herausgeberin, Wien) und Benedikt Reichenbach (Grafikdesigner, Berlin), moderiert von Anna Lena Seiser (Leiterin n.b.k. Video-Forum) In englischer Sprache
Feministische Ideen sind seit jeher utopische Ideen. Am Vorabend des 8. März fragen wir uns (aufs Neue), wo wir stehen, wie wir ihnen näherkommen und wo wir sie bereits finden. Mit Installationen, Videos, Performances, einer AR-Experience und einem Kurzfilmprogramm wollen wir zuhören, entfliehen, anpassen, aushalten, anpacken, fantasieren, begegnen, zurückbesinnen, träumen, kämpfen, loslegen… Feminist ideas have always been utopian ideas. On the eve of March 8, we ask ourselves (once again) where we stand, how we can get closer to them, and where we can already find them. With installations, videos, performances, an AR experience, and a short film program, we want to listen, escape, adapt, endure, tackle, fantasize, encounter, reflect, dream, fight, get started… Installation und Performance Yvon Chabrowski | shattered layer: surfaces, body, and ai Laura Fong Prosper | Guardiana del Agua Kathrin Hunze | Data me: Data sugar Kaja Krebs | Wild Horses Lauren Moffatt | Local Binaries Screening Experimentelle Kurzfilme Bermuda (Erik Warolin // Schweden // 2018 // 08:00 min) Revolvo (Francy Fabritz // Deutschland // 2019 // 08:00 min) Glückspfad (Thea Sparmeier, Jakob Werner, Pauline Cremer // Deutschland // 2021 // 05:19 min) Moonjump (Lasse Holdhus // Deutschland // 2018 // 05:18 min) Kuratiert von Charlotte Kühn
In englischer Sprache
Ab Beginn der Adventszeit öffnet die Galerie Newman jeden Sonntag von 14–18 Uhr ihre Türen für euch. Kommt vorbei auf Glühwein & Gebäck und genießt queere Kunst. Vielleicht findet ihr hier auch das ein oder andere einzigartige Geschenk für eure Liebsten oder euch selbst. Wir freuen uns, die Adventssonntage gemeinsam mit euch zu feiern! Die Galerie Newman versteht sich als mehr als nur ein Ausstellungsraum. Sie ist ein Ort der Sichtbarkeit, des Widerstands und der künstlerischen Freiheit. Ausgestellte Werke rücken Themen wie Identität, Körper, Begehren, Geschichte und queer-utopische Visionen in den Fokus. So bringt die Galerie Künstler*innen mit Kunstliebhaber*innen zusammen und fördert künstlerischen Austausch über Generationen und Genres hinweg.
Ab Beginn der Adventszeit öffnet die Galerie Newman jeden Sonntag von 14–18 Uhr ihre Türen für euch. Kommt vorbei auf Glühwein & Gebäck und genießt queere Kunst. Vielleicht findet ihr hier auch das ein oder andere einzigartige Geschenk für eure Liebsten oder euch selbst. Wir freuen uns, die Adventssonntage gemeinsam mit euch zu feiern! Die Galerie Newman versteht sich als mehr als nur ein Ausstellungsraum. Sie ist ein Ort der Sichtbarkeit, des Widerstands und der künstlerischen Freiheit. Ausgestellte Werke rücken Themen wie Identität, Körper, Begehren, Geschichte und queer-utopische Visionen in den Fokus. So bringt die Galerie Künstler*innen mit Kunstliebhaber*innen zusammen und fördert künstlerischen Austausch über Generationen und Genres hinweg.
Eintritt frei. Wir bitten um Voranmeldung unter: info@aestiftung.de
Die Galerie Michael Haas lädt am Mittwoch, den 10. Dezember, um 18 Uhr zu einem Künstlergespräch mit Gustav Kluge und Hans-Werner Schmidt in die Räume in der Niebuhrstraße 5 in Berlin-Charlottenburg ein. Seit 60 Jahren führt Gustav Kluge Aufzeichnungen zum Tage mit Zeichnungen, Skizzen, Naturstudien, Bildentwürfen und Improvisationen mit Texten in Skizzenblöcken und Tagebüchern und schafft im Wissen um kulturhistorisch bedeutsame Codices seinen eigenen Codex Delta. »Disegno ≠ Disegno« gibt einen umfassenden Einblick in dieses Schaffen und verbindet die zeichnerische und schreibende Tätigkeit des Malers miteinander. Ein einleitender Text des Kunsthistorikers, Kurators, Autors und ehemaligen Direktors des Museums der bildenden Künste in Leipzig Hans-Werner Schmidt sowie ein Briefwechsel mit dem Dichter und Künstler Arne Rautenberg und weitere Texte und theorienahe Paragraphen begleiten durch den konzeptuellen Band. Die Publikation ist auf 144 Exemplare, davon 55 signierte und nummerierte Vorzugsausgaben, limitiert. Künstlergespräch: Gustav Kluge & Hans-Werner Schmidt am Mittwoch, 10. Dezember 2025, 18 Uhr Galerie Michael Haas
In der Gruppenausstellung „12 + 12“ laden 12 Künstlerinnen von ep.contemporary zum wiederholten Mal 12 Gastkünstlerinnen ein, Arbeiten im Kunstduett zu präsentieren. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Dialoge zwischen einer Künstlerin von ep.contemporary und ihrer eingeladenen Gastkünstlerin, die auch räumlich als Zwiegespräch in den Ausstellungsräumen erfahrbar sind. Artist Talk II: Mittwoch, 10.12.2025, 18:00mit Ophelia Beckmann + Felix Barth-Vollmann, Celia Mehnert + Wolfgang D. Mehnert, Bodo Rott + Frank Siewert Vernissage: Freitag, 28.11.2025, 18:00–21:00 Artist Talk I: Samstag, 06.12.2025, 16:00 (in englischer Sprache)mit Matthias Hagemann + Michel Claverie, Georgia Krawiec + Peter Wiklund Finissage: Samstag, 03.01.2026, 14:00–18:00Ausstellung: 29.11.2025 – 03.01.2026Weihnachtsferien: 22.12.2025 – 01.01.2026
Gespräch mit Moyra Davey und Rosa Barba (Künstlerin, Professorin am Departement Architektur / ETH Zürich, Berlin), moderiert von Janique Vigier (Redakteurin des Magazins Granta, London) In englischer Sprache
Ab Beginn der Adventszeit öffnet die Galerie Newman jeden Sonntag von 14–18 Uhr ihre Türen für euch. Kommt vorbei auf Glühwein & Gebäck und genießt queere Kunst. Vielleicht findet ihr hier auch das ein oder andere einzigartige Geschenk für eure Liebsten oder euch selbst. Wir freuen uns, die Adventssonntage gemeinsam mit euch zu feiern! Die Galerie Newman versteht sich als mehr als nur ein Ausstellungsraum. Sie ist ein Ort der Sichtbarkeit, des Widerstands und der künstlerischen Freiheit. Ausgestellte Werke rücken Themen wie Identität, Körper, Begehren, Geschichte und queer-utopische Visionen in den Fokus. So bringt die Galerie Künstler*innen mit Kunstliebhaber*innen zusammen und fördert künstlerischen Austausch über Generationen und Genres hinweg.
In der Gruppenausstellung „12 +12“ laden 12 Künstler*innen von ep.contemporary zum wiederholten Mal 12 Gastkünstler*innen ein, Arbeiten im Kunstduett zu präsentieren. Im Mittel- punkt der Ausstellung stehen Dialoge zwischen einer Künstler*in von ep.contemporary und ihrer eingeladenen Gastkünstler*in, die auch räumlich als Zwiegespräch in den Ausstellungsräumen erfahrbar sind. Artist Talk I: Samstag, 06.12.2025, 16:00 (in englischer Sprache)mit Matthias Hagemann + Michel Claverie, Georgia Krawiec + Peter Wiklund Artist Talk II: Mittwoch, 10.12.2025, 18:00mit Ophelia Beckmann + Felix Barth-Vollmann, Celia Mehnert + Wolfgang D. Mehnert, Bodo Rott + Frank Siewert Vernissage: Freitag, 28.11.2025, 18:00–21:00Finissage: Samstag, 03.01.2026, 14:00–18:00Ausstellung: 29.11.2025 – 03.01.2026Weihnachtsferien: 22.12.2025 – 01.01.2026
Der dritte Lange Abend beginnt mit einem Gespräch zwischen Isabelle Graw, Jackie Thomae und Brigitte Weingart zu Graws neuem Buch Angst und Geld im Erdgeschoss. Im Kino wird Rirkrit Tiravanijas Film Chew the Fat gezeigt. Der Abend endet mit der Premiere von Casey Spooners neuem Album With Love From Death Beach im Lichthof. Als Teil des öffentlichen Programms zu Rirkrit Tiravanijas Ausstellung DASGLÜCK IST NICHT IMMER LUSTIG lädt der Gropius Bau einmal im Monat zu einem Langen Abend ein. Auf und um Tiravanijas skulpturaler Bühne demo station finden Filmvorführungen, Lesungen, Kochaktionen sowie Performances und DJ-Sets statt. Die Veranstaltungen beleben das Gebäude in seinen verschiedenen Facetten und aktivieren Tiravanijas künstlerische Arbeit, die immer auch Räume des Zusammenkommens schafft. Der nächste Lange Abend findet am 9. Januar 2025 von 19 bis 22 Uhr statt. Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden. © Gropius Bau, Foto: Ellen Clemens Isabelle Graw, Angst und Geld, Design: Natasha Agapova, Spector Books, 2024, Foto Isabelle Graw: Valeria Herklotz Foto: Jackie Thomae: Urban Zintel, Foto Brigitte Weingart: Studio Monbijou Rirkrit Tiravanija, Chew the Fat (2008), Filmstills, Courtesy of Rirkrit Tiravanija Archiv Berlin. © Casey Spooner
Ab Beginn der Adventszeit öffnet die Galerie Newman jeden Sonntag von 14–18 Uhr ihre Türen für euch. Kommt vorbei auf Glühwein & Gebäck und genießt queere Kunst. Vielleicht findet ihr hier auch das ein oder andere einzigartige Geschenk für eure Liebsten oder euch selbst. Wir freuen uns, die Adventssonntage gemeinsam mit euch zu feiern! Die Galerie Newman versteht sich als mehr als nur ein Ausstellungsraum. Sie ist ein Ort der Sichtbarkeit, des Widerstands und der künstlerischen Freiheit. Ausgestellte Werke rücken Themen wie Identität, Körper, Begehren, Geschichte und queer-utopische Visionen in den Fokus. So bringt die Galerie Künstler*innen mit Kunstliebhaber*innen zusammen und fördert künstlerischen Austausch über Generationen und Genres hinweg.
Klimawandel, Klimafolgen, Klimakrise: Diese Begriffe umgeben uns täglich beim Medienkonsum und sie verheißen nichts Gutes. Dass sich unser Klima weltweit rasant verändert, stellt die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten fest. Auch die Gründe sind bekannt. Aber in Politik und Gesellschaft fehlt oft das Gefühl der Dringlichkeit. Dies liegt u.a. daran, dass der Wandel im Maßstab eines Menschenlebens langsam voranschreitet und sich auch regional unterschiedlich darstellt. Wie die Klimakrise global einzuordnen ist und wie sie auf das Weltnaturerbe Wattenmeer wirkt, darüber berichtet der Diplom-Biologe Bernhard Rauhut vom UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven. Nach der Vorstellung der Besonderheiten des Wattenmeeres und der Werte dieses weltweit einzigartigen Naturraums geht der Vortrag auf die Klimageschichte im großen zeitlichen Maßstab und die aktuelle klimatische Situation ein. Die Folgen der schon eingetretenen und absehbaren Klimaänderungen für das Wattenmeer werden anhand von Beispielen anschaulich gemacht. Exemplarisch steht ein kleiner Zugvogel, der Knutt, im Fokus wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Folgen des Klimawandels für einen ganzen Verbund von Ökosystemen. Aber es gibt auch Instrumente für ein Gegensteuern – im Großen wie im Kleinen. Bernhard Rauhut, Leiter des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrums in Cuxhaven (Niedersachsen), ist Diplom-Biologe und in dieser Position seit 13 Jahren bei der Stadt Cuxhaven tätig. Er war verantwortlich für die Konzeption und praktische Umsetzung des Neubaus und der Dauerausstellung im 2015 eröffneten Besucherzentrum. Zuvor koordinierte er ein Naturschutz-Großprojekt zum Schutz von Küstenheiden, das anschließend durch ein LIFE-Natur-Projekt „Große Pflanzenfresser zum Schutz von Heiden“ fortgesetzt wurde. Danach übernahm er die Landschaftsplanung für die Stadt Cuxhaven. Das Thema Klimawandel ist ein zentraler Aspekt in der Bildungsarbeit für den Nationalpark, das Weltnaturerbe und die Biosphärenregion Wattenmeer. Eintritt frei. Wir bitten um Voranmeldung unter: info@aestiftung.de
Lassen Sie sich von Dr. Martina Weinland in das Berlin von Jeanne Mammen entführen. Käthe Kollwitz und Jeanne Mammen waren Chronistinnen ihrer jeweiligen Zeit und prägten künstlerisch das Bild der Metropole. Glanz und Elend Berlins spiegeln sich in ihren Zeichnungen und prägen bis heute unser Bild vom "Tanz auf dem Vulkan". Mammen lebte 31 Jahre länger als Kollwitz und führte mit ihrem Werk die Zeitreise durch Berlins Geschichte in die Gegenwart fort. Plätze sind begrenzt auf max. 90 Personen. Teilnahme: 8,00 Euro / ermäßigt 5,00 Euro, kostenfrei für Mitglieder des Vereins der Freunde