Kunstleben Berlin Kolumne von Jeannette Hagen. Um es gleich vorwegzunehmen: Wer einen Film über das Schaffen von Salvador Dali erwartet, wer sich Einblicke in seine besondere Technik der Malerei erhofft, den wird der Film enttäuschen …
Kunstleben Berlin Kolumne von Jeannette Hagen. Culterim – Die sinnvolle Zwischennutzung von Räumen. In Berlin Künstler*in zu sein, war lange Zeit cool. Es gab haufenweise ungenutzte Räume, in denen Gleichgesinnte sich trafen, wo man selbst …
Kunstleben Berlin Kolumne von Jeannette Hagen. Es gibt Filme, die sich auf einem schmalen Grat bewegen. Bei ihnen hat man schon im Vorfeld Sorge, dass das Potential, was in der Geschichte steckt, nicht auserzählen werden …
Kunstleben Berlin Kolumne von Jeannette Hagen. Gut ein Monat ist vergangen, seit ich meinen Text über die documenta fifteen hier veröffentlicht habe. Um nicht in der Frustration hängen zu bleiben, habe ich mir einen Gesprächspartner …
In seinem neuen Film zieht uns Regisseur Will Sharpe mit kraftvollen Bildern und Farben in Luis Wains (Benedict Cumberbatch) wundersame Welt. Alles ist bunt, vibriert und erinnert in seiner Verspieltheit nicht nur ein wenig an …
Vor ein paar Wochen schickte mir mein Sohn ein Foto: Ein wunderbarer Blick über die Berliner Mitte unter einem strahlend blauen Himmel. Aus der Blickrichtung und dem, was man sah, entnahm ich, dass das Bild …
Kolumne von Jeannette Hagen. „Je suis Charlie“ – wer erinnert sich nicht an die Kundgebungen und Demonstrationen, an die erste Reihe, in der Staatsmänner und -frauen ihre Solidarität und Einigkeit im Kampf gegen den islamistischen …
Kolumne von Jeannette Hagen. Das Grundgesetz garantiert im Artikel 5 die Freiheit der Kunst sowohl für das Werk selbst, als auch für das Wirken. Kunst muss uns oder dem Staat nicht gefallen. Kunst darf auch …
Braucht es einen Film über Frauen in der Politik? Ich will die Antwort vorwegnehmen. Sie lautet: Ja, unbedingt. Denn während viele denken, dass nach 16 Jahren Angela Merkel das Thema „Frauen in der Politik“ kein Thema mehr sei, liegt der Gender Pay Gap nach wie vor bei rund 19 Prozent, sinkt der Frauenanteil in den Parlamenten, herrscht offener Sexismus und sehen sich Politikerinnen besonders im Netz zunehmend offenem Hass und Bedrohungen ausgesetzt. Mit diesen Fakten endet der Film „Die Unbeugsamen“ und es ist nicht der einzige Grund, warum wahrscheinlich die meisten Besucher*innen den Kinosaal bewegt, berührt und inspiriert verlassen.
Kolumne von Jeannette Hagen. Leben bedeutet Wandel. So simpel dieser Grundsatz daherkommt, so schwierig ist es dann und wann, dem auch gerecht zu werden. In den eigenen vier Wänden fällt es noch leicht: Die in die Jahre gekommenen Möbelstücke landen auf dem Sperrmüll, Klamotten, die nicht mehr der Mode entsprechen entweder auf dem Speicher, im Keller oder vielleicht im Second-Hand-Shop. Aber wie geht man mit Kunst um, die im öffentlichen Raum installiert ist und durch gesellschaftliche oder geschichtliche Veränderungen einfach nicht mehr in die Zeit passt?
Als Gründerin eines Unternehmens, das Kunst und Demokratie im Namen trägt, bin ich davon überzeugt, dass Kunst eine immense Bedeutung für den politischen Bildungsprozess hat. Dass sie Denkstrukturen aufbrechen, etwas bewegen – uns bewegen kann. Wie oft habe ich in diversen Reden Marx oder Beuys zitiert, habe die Kraft der Kunst, speziell der politischen betont. Und dann lese ich neulich einen Artikel in der Zeitschrift Monopol, der plötzlich einen leisen Zweifel in mir aufkommen lässt. Ich sehe die Amtseinführung Joe Bidens vor mir, sehe die 22-jährige Amanda Gorman, wie sie „The Hill We Climb“ vorträgt und damit Millionen Menschen auf der ganzen Welt für einen Moment tief berührt. Die Frage ist, was davon bleibt? Was hat sich seit diesem Moment bewegt? Wer hat sich bewegt? Gibt es jemanden, der nach diesem Vortrag wirklich etwas in seinem Leben verändert hat?
Heute unternehme ich mit Dir einen Ausflug in die wunderbare Welt der Lyrik und der Literatur. Wir starten in Charlottenburg, wo sich in der Fasanenstraße 23 das Literaturhaus befindet. Auf der Internetseite kann man in die Geschichte der wunderschönen Villa eintauchen und erfährt, dass sie erst seit 1986 als Haus für die Literatur genutzt wird. Vorausgegangen war eine 1984 erschienene Studie mit dem Titel „Bericht zur Situation der Literatur in Berlin“, in der man zu dem Schluss kam, dass die Literatur der Stadt lediglich mit 0,5 Prozent des Kulturhaushaltes gefördert wurde.
Der Berliner Autor Maxim Leo hat vor ein paar Tagen auf seiner Facebookseite in einem Post erzählt, wie er das erste Mal von Menschen mit Maske geträumt hat. Der Traum inspirierte ihn zu einem fast …
„Gut, dass das Theater zurück ist.“ Mit diesem Satz beendete Peter Kümmel im Feuilleton der ZEIT seinen Text über die ersten Stücke, die – um es theatralisch zu formulieren – wieder über die Bühne rollen …
Es mag ja in Berlin kulturpolitisch betrachtet vieles nicht so gut funktionieren wie anderenorts, was die Unterstützung der Kulturschaffenden anbelangt, muss man jedoch sagen: Hut ab! Gut gemacht. Gerade wurde die Soforthilfe IV auf den …
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber mir fällt der Verzicht auf Konzerte, Kino und Theater immer schwerer. Bis vor kurzem war das noch anders. Da hatte ich das Gefühl, dass es auch mal …
Was ist los in Berlin? Erst die Sammlung Flick, dann Me Collectors Room und nun kündigt Julia Stoschek ihre Räume in der Leipziger Straße. Hat Berlin seinen Ruf als Kunststadt verloren? Es ist ungefähr zwei …
Wer sich als Künstler*in je für ein Stipendium beworben hat, weiß, dass der Aufwand recht hoch ist und man stets einer oder eine unter vielen Bewerber*innen ist. Umso größer dann natürlich die Freude, wenn es …
Die Zahl, die auf meinem Rentenbescheid steht, ist bescheiden. Obwohl ich drei Kinder geboren habe und bis heute als Autorin und freie Journalistin in die Rentenkasse einzahle, würde das Geld gerade mal so für eine …