Kunstleben Berlin Kolumne von Jana Noritsch. „Connecting Works“ heißt der aktuelle Katalog über die Kunstsammlung des Berliner Kommunikationsunternehmers Hans F. Bellstedt. Das Sammeln und In-Verbindung-bringen von Kunstwerken ist demnach nicht abgeschlossen, sondern im Fluss: Ein sehr gelungener Titel, weil den Lesern sowohl die Tür zur vergangenen als auch zur zukünftigen Sammlungsgeschichte geöffnet wird. Wir bekommen einen ehrlichen und „privaten Zugang zur Kunst“ (S. 6) – und damit ist das Buch für junge wie erfahrene Sammler, Forscher, Künstler und alle Kunstinteressierten relevant.
Im Bewusstsein der aktuellen öffentlichen Debatte fehlt die KSK, das System der Sozialversicherung von freien Künstlern und Publizisten. Heruntergefahrene Systeme wirken sich auch auf das einzigartige System der Künstlersozialkasse aus. Ein Aufruf an Verwerter und freie Kreative! Bricht die Künstlersozialkasse weg, werden künstlerische Leistungen tatsächlich zu Luxusgütern, die sich nur noch – privat und unternehmerisch – sehr Wenige leisten können werden. Und über eine Million Menschen arbeitslos ... (Jana M. Noritsch)
Auktionen und Kunstkriminalgeschichten veranlassen Historiker, aber auch privat initiierte Provenienzforschung zu Detektivarbeit.
Flaneurin Jana M. Noritsch durchstreift nicht nur die Straßen von Berlin, sondern hält als Gründerin des Collectors Club Berlin auch Einblicke in Häuser und Ausstellungstipps für uns bereit, die noch nicht jede/r kennt. Jeden Monat nimmt sie uns auf ihren Spaziergang in einen anderen Stadtbezirk mit.